18. Januar 2021
International Congress Berlin
Farm & Food 4.0

29. Januar 2020

Keine Nachhaltigkeit ohne Transparenz

Interview mit Eostas CEO Volkert Engelsman

Von Sarah Liebigt

Farm & Food: In welchem Zustand sehen Sie die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion?
Volkert Engelsman: Wir sind mitten in einer Umstellung von billiger Nahrung auf nachhaltige Nahrung. Billig hört sich immer interessant an, aber wenn es auf Kosten der Gesundheit und der Böden oder Wassersauberkeit oder Biodiversität geht, dann ist es nicht mehr billig.

Bio ist nicht „zu teuer“. Stattdessen ist konventionell zu billig, solange wir Kosten für die Umwelt oder unsere Gesundheit abwälzen auf künftige Generationen.

Wie können wir das ändern?
Ich denke, zuallererst müssen wir die Anonymität überwinden. Keine Nachhaltigkeit ohne Transparenz: Wenn wir wissen, wo das Produkt herkommt, wo und wie es erzeugt wurde, was dessen Einfluss auf Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität oder meine Gesundheit ist, dann sind wir einen Schritt weiter.

Wer dann sagt, dass interessiert die Verbraucher doch gar nicht, hat Unrecht. Als Bürger interessieren sie sich sehr dafür. Die Supermärkte und Markeninhaber wollen uns glauben lassen, dass uns das nicht tangiert. Das halte ich für Unsinn.

Was schätzen Sie an der Farm & Food?
Ich finde die Leute hochinteressant, das Publikum ist sehr divers. Der Kongress hat ein hohes Qualiätsniveau.

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