20. Januar 2020
International Congress Berlin
Farm & Food 4.0

21. Dezember 2018

Die Branche ist in Bewegung

Interview mit Dr. Christian Bock, Landwirtschaftliche Rentenbank

Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Zu ihren Aufgaben gehört seit jeher die Förderung von Innovationen. Dabei setzt die Rentenbank auch auf Start-ups aus dem Agtech- und Foodtech-Bereich. Wir sprachen mit Dr. Christian Bock, Bereichsleiter Fördergeschäft bei der Rentenbank, über die Rolle von Start-ups im Agribusiness. 

Farm & Food: Wie ist es um Innovationen im Agrar-und Food-Bereich bestellt? Welche technologischen Trends sehen Sie?
Dr. Christian Bock: Wir haben eine Woche intensiver Betrachtung von Innovationen im Agrarsektor hinter uns. Heute Nachmittag gab es hier im Frankfurter TechQuartier einen Pitch mit jungen Start-ups. Es hat sich gezeigt, dass es ganz unterschiedliche Ansätze gibt. Technologien, die in ganz anderem Zusammenhang entwickelt wurden, werden angewendet auf Probleme in der Landwirtschaft.

Innovationen finden in ganz unterschiedlichen Bereichen statt. Im klassischen Agrartechnik-Bereich dominieren große Unternehmen. Hier ist es für kleine Unternehmen sicherlich nicht einfach, eigene Ansätze zu finden. Aber auch im Tierbereich oder bei Versicherungslösungen gibt es viele Innovationen, die Palette ist sehr breit.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank fördert die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Welche Rolle spielen in diesem Kontext Innovationen durch Start-ups?
Innovation ist für uns immer schon ein wichtiges Thema. Alles, was wir in Betrieben finanzieren, sind Ideen, die Innovationen umsetzen. Daher ist es wichtig, Innovationen in den Prozess einzuführen. Das haben wir in der Vergangenheit getan mit Unternehmen, die sich klassischerweise um Agrarthemen kümmern.

Die Start-up-Szenerie  ist neu in diesem Kontext. Deshalb haben wir diese Woche im TechQuartier Frankfurt einen speziellen Fokus auf Start-ups im AgTech-Bereich gelegt – Unternehmen, die sich mit spezifischen Problemen der Agrarbranche befassen, ohne in ein etabliertes Unternehmen eingebettet zu sein. Ein spannendes, neues Feld für uns.

Ein junges Gründerteam mit innovativer Idee bittet Sie um Unterstützung. Wie sieht die Förderung ihrerseits aus?
Die Förderung von Start-ups ist in die Innovationsförderung eingebettet. Wir begleiten Unternehmen dabei, wenn sie ein neues Produkt entwickeln, eine technologische Lösung oder ein digitales Verfahren anwenden, und unterstützen mit Zuschüssen.

Das wird kofinanziert durch verschiedene andere Programme, vom Bund, von den Ländern, von anderen Unternehmen. Wir selbst konzentrieren uns auf die Entwicklungsarbeit im Unternehmen.

Die Digitalisierung vernetzt die Land- und Ernährungswirtschaft. Welche Chancen bietet das für Ihre Kunden, die Landwirte?
Man fragt sich natürlich, was die Treiber der Innovationskraft sind. Im Food-Bereich gibt es viele neue Ideen, welche Rückwirkungen haben auf die Produktionsprozesse in der Landwirtschaft. Food ist näher am Verbraucher als der produzierende Landwirt.

Die Branche ist in Bewegung, getrieben von den Anforderungen der Politik und der Verbraucher – mit direkten Auswirkungen zunächst im Foodsektor, und in der Folge auch in der produzierenden Landwirtschaft. Digitalisierung spielt da eine große Rolle, weil Prozessketten-Überwachung und Nachverfolgbarkeit Themen sind, die das Verbrauchervertrauen wieder herstellen können. Hier sind junge, innovative Unternehmen in der Lage, entsprechende Lösungen anzubieten.

Was ist der Stellenwert der Konferenz Farm & Food 4.0 für Sie und was erwarten Sie von Ihrer Beteiligung als Sponsor?
Farm&Food 4.0 im Januar in Berlin, im Umfeld der Internationalen Grünen Woche, bringt eine große Aufmerksamkeit für diese Themen mit sich. Die Synergien mit der Berliner Gründerszene wollen wir nutzen, um das Thema so breit wie möglich zu etablieren.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank unterstützt die Farm&Food 4.0 als Sponsor.

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