Farm & Food 4.0
International Congress Berlin
Farm & Food 4.0

19. Oktober 2020

Bodenschmiede Follow-Up FarmInsect

Finalist geht mit Eiweißfuttermittel aus Insekten in Serienproduktion

Wie geht es den Finalisten der Bodenschmiede seit Ende des Ideenwettbewerbes? Farm & Food traf sich mit Thomas Kühn, Mitgründer des Start-Ups FarmInsect zum Folgegespräch. Seinen Pitch zur Produktion von Eiweißfuttermittel aus Insekten können Sie hier nachsehen.

Von Sarah Liebigt

Farm & Food: Bitte stellen Sie sich und Ihr Eiweißfutter aus Insektenmehl kurz vor.

Thomas Kühn: Mein Name ist Thomas Kühn. Ich bin einer der Mitgründer von FarmInsect. FarmInsect ermöglicht es Landwirten, ihre Proteinfuttermittel selbst nachhaltig zu produzieren in Form von Insekten. Dafür bieten wir automatisierte Lösungen an, sodass es für den Landwirt kinderleicht ist, selbst Insekten auf dem Betrieb zu produzieren.

Heutzutage ist es so, dass an die Nutztiere viel Soja und Fischmehl verfüttert wird. Wir haben gesagt, damit wir das nachhaltiger machen können, für eine Kreislaufwirtschaft und weniger CO2-Ausstoß, sind Insekten eine Lösung.

Wie geht es Ihnen und dem Team, wie ist der Status quo bei FarmInsect?

Uns geht’s momentan sehr gut. Wir haben vor kurzem die erste Pilotanlage in Betrieb genommen, bei einem der größten Fischzüchter in Bayern und sind dabei, die Serienproduktion für nächstes Jahr aufzubauen. Weiterhin sind wir mit Landwirten im Gespräch, die die ersten Serienanlagen erwerben wollen.

Was hat sich für euch seit der Bodenschmiede verändert, habt ihr das Event und seine Reichweite für euch nutzen können?

Für uns ist die Bodenschmiede gut gelaufen. Es kamen danach auch Anfragen sowohl aus dem landwirtschaftlichen Bereich als auch aus anderen Bereichen. Im Hinblick auf die Sichtbarkeit war die Bodenschmiede für uns sehr hilfreich.

Auf welche Schwierigkeiten sind Sie gestoßen?

Hindernisse gibt es natürlich, wenn man eine neue Anlage in Betrieb nimmt. Es dauert ein bisschen, bis alles so funktioniert, wie es soll. Manche Zulieferer von uns hatten Lieferschwierigkeiten durch Corona. Insgesamt sind es herausfordernde Zeiten, aber ich glaube, wir sind bis jetzt ganz gut durchgekommen.

Wie sehen die nächsten zwölf Monate für FarmInsect aus?

Wir wollen nächstes Jahr fünf Anlagen ins Feld bringen, die wir auch schon produktiv einsetzen. Das ist unser Ziel und dafür sind auf Investmentsuche für unsere nächste Runde und suchen jetzt eine Million Euro bis Ende des Jahres.

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