20. Januar 2020
International Congress Berlin
Farm & Food 4.0

23. Mai 2019

Interview mit Dan Harburg, Indigo

Innovatoren, die die Welt verändern: Welche Herausforderung will die Nummer eins der Szene als nächstes angehen?

Von Sarah Liebigt

Nachhaltigkeit, Qualität, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit: Nur einige der Schlagworte, die in nahezu jedem Artikel zu finden sind, der sich auf Forschung, Veranstaltungen oder Artikel im Agrar-Bereich bezieht. Sie sind jedoch fast redundant, wenn wir in Diskurs mit den heutigen Interessengruppen der Landwirtschaft treten. Farm & Food sprach mit einem Stakeholder auf der F&A Next 2019, die im Mai im „Silicon Valley“ der Agrarwirtschaft stattfand: Auf dem Campus der Universität Wageningen. Dan Harburg, Senior Director Innovation der Indigo AG, war Podiumsteilnehmer und begehrter Gesprächspartner.

Passend zur F&A Next veröffentlichte CNBC die „Disruptor 50 List 2019“. In diesem Ranking listet CNBC private Unternehmen – von Biotech und maschinellem Lernen bis hin zu Transport, Handel und Landwirtschaft –, deren Innovationen die Welt verändern und ein Rennen zwischen Supermächten wie den USA und China anheizen” (cnbc.com). Die Indigo AG steht auf dem ersten Platz. Danach gefragt, wie es sich anfühlt, wenn die ganze Welt über einen spricht, grinst Harburg: “Es fühlt sich großartig an. Es waren aufregende letzte Jahre für das Unternehmen, in denen wir eine schnelllebige Umgebung einer Industrie zur Verfügung gestellt haben, die das bisher so nicht hatte.”

Farm & Food: Indigo bietet Analytik, Ernte und Transport an: Sind Sie an anderen Bereichen entlang der Kette vom Acker auf den Teller interessiert?
Dan Harburg: Ja, alles, was die Rentabilität der Landwirte, die ökologische Nachhaltigkeit oder die Gesundheit der Verbraucher verbessert, ist für uns faires Spiel. Wir sind sehr an allen Dienstleistungen oder Angeboten interessiert, die den Landwirt oder den Verbraucher in diesen Bereichen betreffen könnten.”

Sie liefern zwar Daten für die Blockchain, sind aber auf andere angewiesen, um den Weg vom Feld über das Regal bis zum Teller zu bewältigen. Wie stellen Sie sicher, dass die Blockchain weitergeht, nachdem Sie Ihre Produkte an den Käufer geliefert haben?
Für uns beginnt es damit, viele Kennzahlen im Betrieb zu quantifizieren und dann die Identität der Ernte vom Feld bis zum Verbraucher zu bewahren. Das gelingt durch den Einsatz unserer landwirtschaftlichen Werkzeuge im Betrieb, unseres digitalen Marktplatzes und unserer Transportorganisation, um das Produkt bis zum Käufer zu verfolgen, unabhängig davon, ob es sich um eine Getreidemühle, eine Bierbrauerei oder ein Bekleidungsunternehmen handelt.

Die Herausforderungen in der Landwirtschaft sind, gelinde gesagt, vielfältig. Welche Herausforderung werden oder sollten wir als nächstes meistern?
Es gibt so viele Herausforderungen, die es heute in der Landwirtschaft zu bewältigen gilt. Eine der wichtigsten Aufgaben für uns ist es, herauszufinden, wie man die Landwirte für den Übergang zu nachhaltigen Anbaumethoden bezahlen kann. Dies ist eine Herausforderung, die wirklich entscheidend sein wird, wenn wir über eine nachhaltige Ernährung der Welt nachdenken. Wir müssen die Landwirte dabei unterstützen, Anbauverfahren anzuwenden, die weniger Kohlenstoff ausstoßen, weniger Düngemittel verbrauchen und weniger chemische Rückstände auf dem Endprodukt aufweisen. Ich hoffe, dass Indigo zusammen mit vielen anderen Unternehmen daran arbeiten kann, diese Herausforderung jetzt zu lösen.

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