18. Januar 2021
International Congress Berlin
Farm & Food 4.0

11. Februar 2020

Eine moderne Landwirtschaft kann nur gemeinsam erreicht werden

Keynote: Julia Harnal, Farm & Food 2020

Die Sustainable Development Goals zu erreichen, ist eine eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam erfüllen können, so Julia Harnal – Und sie ist essentiell für die moderne Landwirtschaft. Die Leiterin der globalen Einheit Nachhaltigkeit und Regierungsbeziehungen der BASF SE ist sicher, dass wir diese Herausforderung bewältigen, wenn Landwirte, Wissenschaft und auch Verbraucher vorhandenes Wissen und neue Technik richtig nutzen.

Wir haben sie eingeladen, auf dem fünften Kongress in Berlin am 20. January 2020 zu sprechen. Hier können Sie ihre Keynote nachsehen.

Die kommenden zehn Jahre sind entscheidend für die moderne Landwirtschaft

Wir haben noch zehn Jahre Zeit, um die Sustainability Development Goals (SDG) zu erreichen. Werden wir das schaffen?

Wir werden in den nächsten zehn Jahren einen bedeutenden Schritt nach vorn machen müssen, was uns in den letzten fünf Jahren nicht gelungen ist. Wie können wir über die planetarischen Grenzen (die auch Volkert Engelsman in seiner Keynote erwähnt, A.d.R.) hinweg zusammenarbeiten, über diese scheinbar gegensätzlichen Meinungen hinweg, um zu einer gemeinsamen Basis zu gelangen und mehr Wohlstand und gesunde Nahrung für alle zu erreichen?

Es muss unsere moralische Verpflichtung sein, jeden an Bord zu haben und diesen Wohlstand sowie erschwingliche und gesunde Lebensmittel für alle Menschen auf diesem Planeten zu erreichen.

Neben dem Klimawandel wird indes auch die beschränkte Verfügbarkeit von Ackerland ein Problem. Sei es durch neue Urbanisierung oder sei es durch die limitierte Verfügbarkeit nutzbaren Ackerlandes.

Wenn wir uns die Gesellschaft anschauen, sehen wir, mein Vorredner Volkert Engelsmann sagte es bereits, besser informierte Verbraucher, die eine transparentere Wertschöpfungskette fordern und die Druck auf die Art und Weise ausüben werden, wie Lebensmittel produziert werden. Sie werden dann hoffentlich auch Lebensmittel und deren Produktion besser wertschätzen.

Landwirte sind Meister der Innovation

Last but not least sprechen wir über die landwirtschaftliche Gemeinschaft, über Landwirte auf der ganzen Welt: Sie werden in den nächsten zehn Jahren unter dem Druck stehen, von ihren Betrieben gut leben zu können, sowie Ihre Betriebe für die nächsten Generationen vorzubereiten. Trotzdem sie gleichzeitig begrenzte Ressourcen haben und respektvoller mit der Umwelt umgehen müssen, um die negativen Auswirkungen, die wir an den planetary Boundaries gesehen haben, umzukehren.

Aber wir wissen, dass die Landwirte Meister sind, wenn es darum geht, das richtige Gleichgewicht zu finden. Sie waren schon immer an vorderster Front der neuen Technologien; sie haben sich immer für Innovationen eingesetzt, um ihre Betriebe besser und auch nachhaltiger zu machen.

Wir sind überzeugt, dass es bereits einige Lösungen gibt, und durch Zusammenarbeit und Partnerschaft können wir einen stärkeren Weg nach vorn finden.

Wir müssen auch das Wissen nutzen, über das wir bereits verfügen. Das Rothamsted Research Institute im Vereinigten Königreich ist eines der ältesten Agrarforschungsinstitute der Welt: Im vergangenen Jahr (2019, A.d.R.) feierte es 175 Jahre verfügbarer Versuchsdaten. Man nimmt die Erfahrungen aus der Vergangenheit und vermischt sie mit neuen Ideen junger Menschen, mit innovativen wissenschaftlichen Ansätzen, um Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft zu erhalten.

Wir (bei BASF) arbeiten u.a. mit Studenten des Rothamsted Institutes im Bereich Bodenkunde zusammen. Wir wissen, dass der Boden für die Zukunft unseres Planeten sehr wichtig ist; für die Fähigkeit, CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen und so zur Eindämmung des Klimawandels beizutragen.

Aber wir haben auch erkannt, dass es immer noch eine Kluft zwischen Anspruch und soliden Fakten gibt. Deshalb haben wir ein mehrere Jahre laufendes Programm mit Rothamsted und anderen Universitäten, in dem wir an den Grundlagen der Bodenkunde arbeiten, um herauszufinden, welche Art von Boden, welche Art von Fruchtfolge, welche Art von landwirtschaftlichen Praktiken wir brauchen, um das Beste aus diesem Boden herauszuholen – um ihn gesünder zu machen; um ihn nachhaltiger zu machen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Weiterhin arbeiten wir an Modellen für die Bauern selbst, die sie nutzen können, um nachhaltig und wirtschaftlich zu arbeiten. Hier sind wir wieder bei der Frage, wie wir dafür sorgen können, dass es sich für die Bauern lohnt, neue Praktiken und Methoden anzupassen.

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