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Foto: Ja Kubislav, unsplash

02. Juni 2021

Düngewirkung ohne zu düngen?

Reportage zu Biostimulanzien

Durch die Novellierung der Düngeverordnung und die damit verbundenen Einschränkungen beim Düngemitteleinsatz erfahren Ansätze zur Verbesserung der pflanzlichen Nährstoffausnutzung zunehmendes Interesse. Können auch Biostimulanzien dazu einen Beitrag leisten?

Von Prof. Dr. Günter Neumann

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Nach der EU-Düngeprodukte-Ver­ordnung sind Biostimulanzien als „Düngeprodukte ausgewiesen, die pflanz­liche Ernährungsprozesse unabhängig vom Nährstoffgehalt stimulieren und dabei ausschließlich auf verbesserte Pflanzenmerkmale wie effizientere Nährstoffverwertung, Toleranz gegenüber abiotischem Stress oder Qualitätsmerkmale der Kulturpflanze abzielen“. Das heißt, dass diese Produkte in der Regel keine eigene, ­direkte Düngewirkung haben, es sei denn, es handelt sich um Mischprodukte mit Dünger­zusatz, die dann aber in der Kategorie ­Düngeproduktmischungen geführt werden müssen. Biostimulanzien bilden einen Wachstumsmarkt mit weltweiten Umsätzen von derzeit etwa 3 Mrd. US-$, ­bei jährlichen Wachstumsraten von 12 bis 15 %. ­Anwendungsschwerpunkte liegen in Europa und Nordamerika mit ähnlichen Anteilen im Obst-, Gemüse- und Acker­bau. Den Hauptanteil bilden dabei nichtmikrobielle Bio­stimulanzien wie zum Beispiel Huminstoffe, Algen- und Pflanzen­extrakte, während Produkte auf Basis von Mikroorganismen weniger als 25 % ausmachen.

In diesem Zusammenhang hat das EU-Verbundprojekt Biofector mit Beteiligung von sieben Universitäten, fünf Forschungsinstituten und neun Firmen und Verbänden unter Koordination der Universität Hohenheim über fünf Jahre die Frage untersucht, inwieweit Biostimulanzien in der Lage sind, die Ausnutzung von mineralischen und organischen Düngern zu unterstützen und die abiotische Stresstoleranz von wichtigen Kulturpflanzen (Mais, Weizen, Gerste, Tomate) zu verbessern…

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