Farm & Food 4.0
International Congress Berlin
Farm & Food 4.0

12. Oktober 2020

Follow Up Relay Intercropping

Die Bodenschmiedegewinner über ihre Zwischenfrüchte, Hasen und produktive Fehler

Wie ist es den Gewinnern der Bodenschmiede seit Ende des Ideenwettbewerbes ergangen? Wie lief die erste Ernte Ihrer Haupt- und Zwischenfrüchte? Matthäus Fischer, Sebastian Kammermeier, Michael Söllinge und Johannes Pillgrab trafen sich online zum Follow-up-Gespräch mit Farm & Food. Den Gewinner-Pitch der Studenten können Sie hier nachsehen.

Von Sarah Liebigt

Farm & Food: Bitte stellt euer Projekt zum Anbauverfahren inkl. Zwischenfrüchte nochmal vor.

Wir sind Studenten and der FH Oberösterreich am Standort Wels und wir studieren aktuell Agrartechnologie und -management. Wir haben alle vier einen landwirtschaftlichen Hintergrund und unser Projekt war Relay Intercropping. Dabei ging es darum, Gerste mit größerem Reihenabstand anzubauen und zwischen die Reihen Soja zu pflanzen. Ziel des Projekts war, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und zwei Erträge gleichzeitig pro Jahr ernten zu können.

Wie geht’s euch seit des Bodenschmiede Live-Events? Was ist seitdem passiert?

Insgesamt geht’s uns sehr gut. Die Gerste ist geerntet worden, mit dem Ertrag waren wir recht zufrieden. Unser Studium ist (wegen Covid 19, A.d.R.) online weitergegangen, wir hatten keine Präsenzveranstaltungen mehr. Das war eine Umstellung für uns, aber bisher sind wir damit ganz gut zurechtgekommen.

Farm & Food: Wie hat sich eure Idee seit Sommer entwickelt, wie ging es mit dem Projekt weiter?

Wir haben sehr viel mediale Präsenz genossen. Uns war wichtig, dass die Idee im Vordergrund steht und dass die nach außen getragen wird. Das war eigentlich unser Ziel. Wir hoffen jetzt, dass viele die Idee anwenden und ausprobieren.

Farm & Food: Welche Schwierigkeiten gab es, auf die ihr jetzt gestoßen seid? Aber ob es mit konkret mit dem Projekt irgendwelche größeren Widrigkeiten?

Nach dem Live-Pitch war es schon Zeit für die Ernte der Gerste. Die unterschiedlichen Reihenabstände haben hier noch keine signifikanten Differenzen ausgemacht, soweit wir das feststellen konnten. Bei der Soja haben Hasen relativ viel abgefressen, das hat im Prinzip zum Totalausfall der Ernte geführt. Auch haben wir gemerkt, dass wir die Reihenabstände deutlich vergrößern müssen, um günstige Lichtverhältnisse zu haben. Die Jungentwicklung hat sehr gut ausgeschaut. Danach sind die Pflanzen relativ schnell sehr hoch gewachsen, was wir auf den Lichtmangel zurückführen. Die “Hasenplage” hat den Pflanzen dann den Rest gegeben.

Wie gehts für euch weiter mit dem Projekt? Welche Pläne habt ihr fürs kommende Jahr?

Der Plan ist, dass wir das Projekt an unseren nachfolgenden Jahrgang weitergeben. Die Erkenntnisse, die wir daraus gezogen haben, möchten wir weitergeben und sie natürlich auch unterstützen. Und natürlich das Ganze weiter untersuchen auf die Aspekte Reihenabstand und Lichtverhältnisse hin, sodass man das Ganze optimiert.

Wir haben gesehen, es braucht Zeit und es braucht da sicher seine Fehltritte, damit man auf das richtige System kommt. Für uns ist dieser Testlauf kein Misserfolg.  Wir haben aus den Fehlern sehr viel lernen können und können viel mitnehmen für die nächsten Versuche.

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